Ghost Buster

22. Jan 2026,

Ghost Buster
Ghost Buster

Die Ghostbusters-Filmreihe bleibt ein faszinierendes Beispiel dafür, wie eine Mischung aus Humor, Horror und Spezialeffekten eine dauerhafte, ja geliebte Filmreihe erschaffen kann.

Dan Aykroyd – Prädikat Kanadier – hat mit Harold Ramis das Drehbuch geschrieben und den ersten ghostbustigen Film 1984 dem Publikum gezeigt.
Ein grosses Publikum war weltweit begeistert. Der Rest war eher entgeistert. Parapsychologie oder Okkultismus haben durchaus amüsante Seiten zu bieten.

Früher, sehr viel früher, da mussten die Geister noch gerufen werden. Ob sie wirklich auftauchten, ist nicht dokumentiert. Doch der Sport des Geisterjagens ist dennoch geblieben. Eine Jagd nach dem Geist ist ja auch spannend und bietet viele Möglichkeiten – inklusive Amüsement.
Erstmal wird bestimmt, wessen Geistes Kind jemand ist. Das kann eine Zeit dauern und auch zu akuten Ungerechtigkeiten führen. Sobald das Attest der geistigen Eltern erstellt, unterschrieben und gestempelt ist, dann öffnet sich die Tür für das Jagen nach dem Geiste oder den Geistern – je nach eingesetztem Personal. Also bei den Geistern.
Wer sich für die Geisterjagd nicht begeistern kann, allenfalls zu lethargisch veranlagt ist oder sich den Geistern generell verwehrt, der kann dies auch outsourcen. 

Psychiater und Psychologen nehmen noch Patient:innen an.

Einen Geist durch die Gefilde der Fantasie zu jagen, ist eine anregende Sache. Es gibt bei dieser Jagd kaum ein Regelwerk, geschweige denn Repressalien, wenn sich die Jagd etwas aussergewöhnlich entwickeln sollte. Geister sind Freiwild, wie es aussieht. Oder diese Geister sind damit einverstanden, dass sie auch ohne Gewerkschaften ein gutes Leb... eine gute Existenz führen können.

Die Palette der zu rufenden oder zu jagenden Geister ist riesig. Die Gruppierung unter dem Markenvornamen „Im Geiste von“ ist noch immer hyperaktiv. Denn die Geister hatten irgendwann mal eine wichtige oder aussergewöhnliche Stellung in oder für das Leben in der Homo-sapiens-Gemeinde.

Der Satz „Wisset ihr nicht, wes Geistes Kind ihr seid?“ wurde laut Lukas 9,55 von Jesus in die Gegend gerufen. Nun, in der langen Zeit der Überlieferungen hat sich dieser Satz eine passiv-aggressive Komponente eingefangen. Denn bei diesem Aufruf wird nach jemandes Gesinnung oder Einstellung gefragt. Das wusste auch jener unselige US-Senator Joseph McCarthy, der seine Spürnase und 
-hunde auf die amerikanische Bevölkerung losliess, um deren kommunistischen Geist zu entdecken – und zu ahnden.

Das Jahr 2025 hat nun eine Neuauflage im Geiste des Joseph McCarthy eingeführt. Diese Neuinszenierung ist vor heute eher ein Grenzfall, denn wer an einer der vielen amerikanischen Grenzen ansteht, wird zuerst staunen und dann allenfalls verhaftet oder zumindest der Eintritt verwehrt. Diese grenzwärtigen Beamten sind nicht im Geiste McCarthys unterwegs, sondern handeln im Geiste eines exzessiven Narzissten. Dank moderner Technologie können die spürenden Hunde elektronische und scheinbar beleidigende Hinterlassenschaften in Mobiltelefonen, iPads und handlichen Computern entdecken.
Aus ehemaligen Touristen, Geschäftsleuten und sonstigen Einreisewilligen in die Vereinigten Spürhunde von Amerika werden nun potenzielle Exzellenzbeleidiger. Und dann wirkt ein anderer Geist, den friedlich-normale Bürger niemals riefen würden.

„Und die Geister, die sie riefen,
die gingen auf sie los.“

0Noch keine Kommentare

Ihr Kommentar
Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Ähnliche Beiträge